Die Geschichte der VFD ist untrennbar verbunden mit der Person Ursula Bruns.

UB Foto„UB“, geboren 1922 in Westfalen,  war von Kindesbeinen an  mit Pferden verbunden.
Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik galt ihr Hauptinteresse seit den 1950er Jahren der artgerechten Haltung von Pferden und einer pferdeschonenden Methode des Umgangs mit Pferden und des Reitens von Pferden aller Rassen.

Viele Reisen führten sie zu Pferden in aller Welt. Sie besuchte Züchter und Reiter in Ägypten, Sudan, Äthiopien, Tschad, Kamerun, Südafrika, Namibia, sowie im Libanon, in Persien, Indien, Burma, Thailand, Vietnam, Ceylon,  Japan, Nord- und Südamerika. Sie ritt um die  2000 Pferde in aller Welt in allen Reitweisen und Disziplinen und machte schließlich neben den Islandpferden auch viele andere „Spezialpferderassen“  in Deutschland bekannt.

1958 gab Ursula Bruns die „Ponypost“ heraus, das „Mitteilungsblatt der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Ponyklubs. Daraus wurde 1969 die „Freizeit im Sattel“, die bis 2008 Pflichtlektüre der „alternativen“ Pferdefreunde blieb.

Anfang der 1979er Jahre  entwickelte Ursula Bruns  mit Prof. Inge Behr (Erwachsenenpädagogin) die neue Bruns-Behr-Methode zum Einstieg in das Reiten. 

1978 gründete sie das FS Reit - Zentrum in Reken,  die „Keimzelle“ der Freizeitreiterei in Deutschland. 1996 übergab UB das FS Reit-Zentrum an Jochen Schumacher . 
UB war auch Autorin vieler erfolgreicher Jugendbücher. Von  den  „Mädels vom Immenhof“ oder „Dick und Dalli und die Ponys“, hat sicher auch  heute noch jeder Pferdefreund zumindest schon mal etwas gehört.

Wer bei der VFD 40-Jahrfeier 2013 in Reken dabei war, hatte das Glück, UB persönlich noch kennen zu lernen. Sie feierte dort im Kreise von ca. 400 VFD-Mitgliedern und vielen Weggefährten ihren 91. Geburtstag bei bester Laune und Gesundheit.

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Drei Jahre später mussten wir dann von der großen alten Dame der Pferdewelt Abschied nehmen.

Ursula Bruns  hat die Pferdeszene in Deutschland grundlegend verändert und es durch ihren unbeirrbaren und oft streitbaren Einsatz für das Wohl der Pferde und für unser aller Recht, in der Natur reiten zu dürfen, erst möglich gemacht, dass wir heute unser wunderbares Hobby mit Pferden leben dürfen.  

Ursula Bruns war es dann auch, die Anfang der 1970 er Jahre die Initiative ergriff und mit sechs Mitstreitern am 7. Mai 1973  die Vereinigung der Freizeitreiter in Deutschland gründete. Zuvor hatte sie lange Zeit vergeblich versucht, die Deutsche Reiterliche Vereinigung zu bewegen, sich gegen das drohende generelle Reitverbot in Deutschlands Wäldern einzusetzen.  7 Hist GRÜNDUNG
Nach der erfolgreichen Verhinderung des Reitverbotes im Bundeswaldgesetz entwickelte sich die VFD zur größten Interessenvereinigung für Freizeitreiter und Freizeitfahrer in Deutschland, dessen Schwerpunkte nach wie vor das Reiten und Fahren in der Natur und das Wohl der Pferde sind.

 

Bild: Gründungsmitglieder 1973: Horst Ritter, Robert Ruhrmann, Hans Peeck, Ursula Bruns, Ursula Wu, Rudolf Jürgens und Manfred Haardt

In der VFD Bundesgeschäftsstelle wird das Archiv der „Freizeit im Sattel“ verwahrt, das auch die Geschichte der VFD enthält.  Die „FS“  war zu Anfang auch Mitteilungsmedium der VFD für ihre Mitglieder, bis mit der „Pferd&Freizeit“  unsere eigene Mitgliederzeitschrift herausgegeben wurde.

FS 10 73 was tut die VFD 1

FS 10 73 was tut die VFD 2

Pund F 1987

Leider lässt sich nicht mehr genau feststellen, wann die erste „Pferd&Freizeit“ erschienen ist. Das Archiv der BGs enthält auch einige wenige Einzelhefte im DinA5 Format- das älteste ist von 1985. Vielleicht hat ja der eine oder andere noch historische „Schätze“ auf dem Dachboden, die er unserem Archiv überlassen möchte.

Aus der „Freizeit im Sattel“ sind  interessante Dinge zu erfahren.
Zum Beispiel:  Wer hat wohl den Reiterpass erfunden? Die VFD war es – schon 1974!

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