Pferdehof Rohnstock

1. Kurze Angaben zu den Personen (+ VFD-Funktion) Wir sind (ganz neu und daher auch noch ohne
Funktionen) als Familie bei der VFD gemeldet, die Familienmitglieder von oben nach unten: Jens Rohnstock, geb. 1967, Almut Rohnstock, geb. 1974, Alwin Rohnstock, geb. 2005, und Oswin Rohnstock, geb. 2007.fam rohnstock

2. Wie sind wir zu den Pferden gekommen? Wir sind alle schon von klein auf mit dem PPV infiziert. Bei unseren Kindern, die auf unserem Pferdehof aufwachsen und schon auf dem Pony saßen, bevor sie laufen konnten, ist das klar, bei uns Eltern, beide eigentlich Stadtkinder, nicht ganz so… Jedenfalls haben wir uns in einem Dresdner Reitverein kennen und (etwas später) lieben gelernt. Turniererfahrungen im Jugendalter folgte bei Almut ein Ausstieg in die Offenstall-Pferdehaltung in Eigenregie, während Jens sein Hobby zum Beruf machte und als Bereiter in Neustadt/Dosse und verschiedenen Privatgestüten arbeitete. 2002 erfüllten wir uns den Traum von uns und unserem Zoo unter einem Dach und bauen seitdem unseren Hof und unser Angebot für Ross und Reiter aus.

3. Unsere Spezialstrecke(n) Wir reiten – englisch, western, klassisch? Nee, Pferde. Und Ponys. Wir fühlen uns eher den althergebrachten Grundsätzen der HdV 12 verpflichtet, als irgendwelchen Reitweisen, Dogmen oder Gurus, und wir schauen gern über den Tellerrand. Jens hat sich durch seine Bereitertätigkeit
vor allem auf die Ausbildung und Korrektur von jungen und/oder schwierigen Pferden spezialisiert, meint aber, dass er langsam aus „diesem Alter“ raus ist. Mit seiner Stute ist er ab und an noch in Springprüfungen auf FN-Turnieren unterwegs. Almut ist inzwischen mehr die Geländereiterin, legt aber trotzdem (oder gerade deshalb?) Wert auf eine korrekte dressurmäßige Ausbildung, nebenbei spielt sie gern Zirkus. Und unser Jüngster knattert am liebsten durch den Wald, über Baumstämme und wohin ihn sein Pony sonst noch so trägt…

4. Was ist uns beim Umgang mit Pferden besonders wichtig? Erstens: Zeit! Denn die Zeit-ist-Geld und Geiz-ist-geil Mentalität ist alles andere als pferdegerecht. Zweitens: Fairness! Und dazu zählt insbesondere, ein Pferd zunächst mal Pferd sein zu lassen, es artgerecht zu halten und seine Bedürfnisse und Möglichkeiten (Grenzen) im Umgang und beim Reiten zu kennen und zu respektieren.

5. Wie und warum sind wir zur VFD gekommen? Eigentlich durch puren Zufall – eine ehemalige Pensionerin schlug ein Stammtischtreffen auf unserem Hof vor. Wir fanden die Idee gut, wir mochten die Leute, wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten. Und wir denken, dass die VFD eine gute Plattform ist, um Gleichgesinnte kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam etwas zu bewegen.

6. Was wünschen wir uns zukünftig für Pferde? Ganz klar: mehr (Grund-)Wissen. Wir haben von der Pike auf gelernt und bedauern, dass das heutzutage oft nicht mehr so ist. Einer inzwischen ungeheuren Informationsflut durch Bücher, Medien, Internet steht oft nicht mal die nötige Basis gegenüber, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Pferde-Ungerechtigkeit passiert oft nicht vorsätzlich, sondern leider mit den besten Absichten und aus purem Unwissen.

7. Unsere anderen Hobbys *ähm* Neben unserer Pferdepension, den Kindern, eigenen Pferden, Hunden, sonstigen Viechern, dem Ausbau eines alten Dreiseiten-Hofes, mit dem man nie fertig wird...? Wenn uns ein bisschen Zeit bleibt, beschäftigen wir uns gern mit den anderen schönen Dingen des Lebens – einem leckeren Essen, das wir gern selbst zusammenbasteln, einer guten Flasche Wein und interessanten Gesprächen über Gott und die Welt, mit Büchern und alten Filmen und (Almut, leider nur noch selten) mit dem Zeichenstift.

8. Was ist bei uns möglich? Wir bieten keinen regulären Reitbetrieb oder -unterricht, geben aber „unseren“ Pferden und ihren Menschen schon mal die eine oder andere Hilfestellung. Unsere Pferdepension mit artgerechter Haltung und individueller Rundum-Versorgung ist speziell auf Pferde zugeschnitten, deren Menschen nicht genug Zeit für sie haben, die ihre Rente oder ihren Dauerurlaub bei uns genießen, willkommen sind aber natürlich auch alle anderen. Ganz neu kann man in der Weidesaison bei uns als Wanderreiter Quartier beziehen oder seinen Urlaub mit eigenem Pferd hier verbringen, einschließlich exklusiver Unterbringung und Verpflegung von Ross und Reiter und geführter Touren durch die Dahlener Heide, alles angepasst an die jeweiligen Wünsche.

9. So können wir erreicht werden

Pferdehof Rohnstock - Friedensstraße 20 - D-04758 Cavertitz Ortsteil Schöna

Telefon: +49 34363 51946

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.pferdehof-rohnstock.de

Pferdepension und Urlaubsdomizil mit Familienanschluss

Hier bin ich Pferd, hier darf ich´s sein!

Hier bin ich Gast, hier darf ich´s sein!

  

Sabrina Wagner

1. Einige kurze Angaben zur Person und (sofern zutreffend) zur Funktion im
Landesverband: Sabrina Wagner, Biologin und Tierheilpraktikerin, einfaches VFD-Mitglied  sabrinawagner

2. Wie bist du zu Pferden gekommen? Als ich 10 Jahre alt war, zog ich mit der Familie von der Großstadt aufs Land. Da habe ich dann im Pferdestall reingeschnuppert und habe mich unheilbar mit dem Pferdevirus infiziert. Reitunterricht auf Schulpferden und einige Reitbeteiligungen später habe ich mir dann vom ersten Gehalt ein eigenes Pferd gekauft. Seither begleitet mich immer mindestens ein wiehernder Freund. Nachdem lange die Trakehner meine große Leidenschaft waren, sind es derzeit zwei freundliche Araberstuten.

3. Hast Du eine Spezialstrecke oder inzwischen eine bestimmte Richtung? Meine Reitweise ist englisch geprägt, wobei das Wort ja eigentlich nicht viel sagt. In frühen ehrgeizigen Jahren hat es für Turniererfolge in Dressur und Springen bis Klasse L gereicht. Heute erscheinen mir Hindernisse unglaublich hoch. Und die Dressur betreibe ich nur mit dem Ziel, mit dem Pferd gemeinsam zu tanzen. Und natürlich lasse ich auch gern die Seele baumeln bei einem bummeligen Ausritt oder genieße es, über ein Stoppelfeld zu galoppieren. Kernpunkt allen Reitens ist für mich, dass es pferdegerecht ist. Das bedeutet für mich, dass ein Pferd auch das Training bekommt, das es zum Aufbau der Muskeln braucht, die für das Tragen des Reiters erforderlich sind. Wie dieses Training aussehen sollte, dazu ist in der HDV12 eigentlich alles gesagt. Nur mit einer geduldigen und ausgewogenen Ausbildung, kann ein Pferd als Reitpferd lange gesund bleiben. Und nur so können sich Pferd und Reiter miteinander wohlfühlen.

4. Was ist dir heute beim Umgang mit Pferden besonders wichtig? Haltung, Umgang und Training sollten pferdegerecht sein. Das sagt sich so leicht, erfordert aber viel Kenntnis und auch die Bereitschaft, sich selbst ständig zu hinterfragen. Nur wer bereit ist, sich ständig fortzubilden, wird diesem Ziel gerecht werden können. Ich reite seit Jahrzehnten, halte meine Pferde auf meinem eigenen Hof, bin seit vielen Jahren Tierheilpraktikerin, aber ich lerne immer wieder und mit großer Freude Neues, damit es meinen Pferden noch besser geht.

5. Wie hast Du zur VFD gefunden und warum bist du dabei? Ein netter Reitfreund hat die VFD empfohlen. Ich habe mir den Verband angesehen, wofür er steht und was er vorantreibt, was er verbessern will. Gern bin ich dabei, denn man kann nicht nur klagen, man muss auch handeln und aktive
Personen unterstützen.

6. Was würdest du dir für Pferde in Zukunft wünschen? Mehr Wissen bei den Pferdebesitzern. Viel zu oft sehe ich wirklich liebevolle Pferdehalter, die ihrem Pferd in allerbester Absicht schlimme Dinge
antun.

7. Hast Du über den Pferden noch Zeit für andere Hobbys? Welche? Ein Hund und zwei Katzen vervollständigen meinen Hauszoo. Und wenn ich dann mal kein Fell kraule, ausmiste, Weidezäune baue, dann spiele ich Klavier.

8. Können sich bei Dir interessierte Pferdefreunde ausbilden oder schulen lassen? In welchem Bereich? In unregelmäßigen Abständen biete ich auf meinem Hof bei Dresden Fortbildungen an. Termine für diese Seminare stehen auf meiner Homepage und auf meiner Facebookseite. Ich fahre auch auf Einladung in Vereine und halte dort Vorträge zu Themen wie Pferdeernährung oder Homöopathie. Und natürlich behandele ich Pferde nach Terminvereinbarung vor Ort, Schwerpunkte meines Angebotes sind die Akupunktur, Futterberatung und die Behandlung mit Blutegeln.

9. Wie können dich Interessenten erreichen? Dr. Sabrina Wagner - Oberdorf 11 - 01471 Radeburg

www.thp-sachsen.de (dort ist auch ein Link zur
Facebook-Seite und ein Kontakt-Link für emails) oder einfach anrufen: 0172 - 60 777 55

 

 

Annette Wawrikwawrik1

 

1. Einige kurze Angaben zur Person und (sofern zutreffend) zur Funktion im Landesverband.
Annette Wawrik, VFD-Mitglied

2. Wie bist du zu Pferden gekommen?
Pferde haben mich immer magisch angezogen. Bin dann 1978 nach Langenbernsdorf in einen Reit -und Fahrstall gegangen und da habe ich mir dann diesen Pferdevirus geholt. 1986 kaufte ich mir dann mein erstes eigenes Pferd und bin aufs Westernreiten umgestiegen. Bin auch gefahren und hab mit den landwirtschaftlichen Geräten gearbeitet, vor welche man ein Pferd spannen konnte. Irgendwann stellte ich fest was mir und den Pferden am meisten Spaß machte ... einfach durch die Natur reiten ... und so wurde ich dann Wanderreiter im Westernstil.

3. Hast Du eine Spezialstrecke oder inzwischen eine bestimmte Richtung?
Ich mache Ausritte auch für Anfänger bis hin zu mehrtägigen Wanderritten.

4. Was ist dir heute beim Umgang mit Pferden besonders wichtig?
Ganz wichtig ist argerecht mit den Pferden umzugehen und sie artgerecht zu halten!

5. Wie hast Du zur VFD gefunden und warum bist du dabei?
Auf einer Messe habe ich den VFD kennen gelernt und dachte das ist ein Verband für mich. Ich war vorher schon in einigen Verbänden, aus welchen ich dann ausgetreten bin, da es dort nur noch um den Sport ging!

6. Was würdest du dir für Pferde in Zukunft wünschen?
Mehr Reitwege ...

7. Hast Du über den Pferden noch Zeit für andere Hobbys? Welche?
Meine Pferde sind mein Beruf und mein Hobby, das und mein Hund füllen mein Leben aus und ich bin glücklich!

8. Können sich bei Dir interessierte Pferdefreunde ausbilden oder schulen lassen? In welchem Bereich?
Bei mir können Pferd und Reiter lernen, wie man ein gutes Freizeitpferd und ein guter Freizeitreiter werden kann. Auch machen wir regelmäßig Lehrgänge mit einer Trainerin.

9. Wie können dich Interessenten erreichen?
Annette Wawrik
08496 Neumark
Tel. (0174) 977 07 71
www.distel-ranch.de

 

Peter Rennerrenner1

Hengst Grande ben Afas im Alter von 30 Jahren (Foto: Reiner Schuhmann)

1) Wie bist du zu Pferden gekommen
1940. Mein erstes größeres Spielzeug war noch ein Pferdestall. 1946. Ein Großteil meiner Kindheit verbrachte ich auf dem Bauernhof meines Schulfreundes. Heiliger Mittelpunkt des Hofes war Pferd Hans. Er sorgte mit seiner Arbeitsleistung für einen bescheidenen Wohlstand und für mich zeitweilig, keinen Hunger zu verspüren. 1975. Auf dem Weg zum Pik Kommunismus mit seinen 7495m höchster Berg der damaligen Sowjetunion, im Pamir gelegen, stiegen wir mit 70kg Gebäck auf der Schultern die alte Seidenstraße in das Muksutal ab. Vor uns breitete sich eine öde Geröll- und Steinwüste, die Endmoräne des Fedtschenkogletschers, durchzogen vom Muksu, kilometerweit aus. Im Tal, bei Altyn Masar, einer grünen Oase, trafen wir auf Hirten. Mit viel Reden und russischem Zauberwasser überzeugten wir sie, uns Pferde für eine Lastenkarawane von den Almen zu holen. Vier Lastentiere und das Führpferd des Karawanbaschi (Führer) wurden der Reihe nach in einen Holzrahmen eingebunden und frisch beschlagen. Nachts in halber Dämmerung wurden die Pferde mit unseren Lasten bepackt. Da saß jeder Handgriff. Mit dem ersten Tageslicht zog die Karawane los. Vornweg auf seinem Reitpferd der Führer, hinter ihm wie an einer Perlenschnur die vier Lastenpferde. Wir zu Fuß in unseren Bergschuhen mit einer leeren Kraxe auf dem Rücken und nur die Fotoausrüstung bei uns hinterdrein. Die Pferde gingen in dem Geröllchaos ein Tempo, dem wir Mühe hatten, zwischen den Felsquadern zu folgen. Mit hiesigen Pferden wären wir wohl kaum einen Kilometer, wenn überhaupt, vorangekommen. Vor dem Gletschermund mussten wir den Muksu queren. Sein eiskaltes Gletscherwasser schoß schäumend durch die Felsblöcke. Auf dem Grund rumpelten dumpf mitgerissene Steine. Eine Schönwetterperiode ließ das Wasser sehr hoch im Fluss stehen. Eile tat not, das Wasser steigt verzögert mit der Sonne. Wenn es beim Queren den Pferden bis an den Bauch reicht, gehen sie nicht mehr vorwärts. Zuerst brachte der Karawanbaschi je ein Packpferd als Handpferd an das andere Ufer. Danach mussten wir über den tobenden Fluss. Einzeln rittlings hinter unserem Führer auf der Kruppe seines Pferdes aufgesessen, kamen wir trocken durch das reißende Wasser. Dank und das Wissen, ohne die Pferde wären wir hier sicher gescheitert, lag in der Umarmung unseres herzlichen Abschiedes.
1978 Chinesischer Altai - Alpinate.
Reiner, unser Arzt, Gefäßchirurg der MEDAK, bittet mich dringend mit unseren mongolischen Gastgebern zu sprechen. Seit Tagen beobachtet er bei einem jungen begabten mongolischen Alpinisten mit wachsender Besorgnis das Wachsen eines in allen Farben schillernden Abszesses unter seinem linken Auge und bemerkt, wenn das Ding nach innen aufgeht, müssen wir uns schwarze Anzüge aus der Heimat schicken lassen. Meiner Bitte, operieren zu dürfen, ist unseren mongolischen Freunden sichtlich Erleichterung in die Gesichter geschrieben. Sofort wird eine Jurte geräumt und in einen improvisierter OP-Saal gewandelt. Reiner sagt mir noch die Namen der verchromten Dinger, die ich ihm zureichen soll und los geht`s. Die Mühe lohnt sich. Reichlich, was Reiner zutage befördert. Fertig, der Patient kommt in seinen Schlafsack in sein Zelt. Wir staunen nicht schlecht. Nach zwei Tagen sitzt dieser Naturbursche mit fast verheiter Wunde wieder auf seinem Pferd. Was wir nicht ahnen konnten, unser Patient ist Sohn eines der höchsten Staatsbeamten der Mongolei. Sein Vater sagt uns auf eine ganz eigene wunderschöne Art Danke. Nach Ende unseres offiziellen Aufenthaltes werden wir auf einen Lastwagen verfrachtet und fahren schier endlos zwei Tage durch die dem Gebirge vorgelagerte Steppe. Es ist bereits Nacht als an einer Jurte der Motor unseres Autos verstummt. Kaum ist der Reißverschluss des Schlafsackes zugezogen, übermannt uns bleierner Schlaf. Hufgetrappel und lautes Stimmengewirr öffnet uns am Morgen die Augen. Vor die Jurte getreten, sehen wir uns umringt, inmitten feiernder, festlich in ihren Volkstrachten gekleideter Großfamilien. Kinder sitzen bunt gekleidet auf ihren Mongolenponys. Freudig werden wir begrüßt. "Beeilt euch, bald ist Start zum Pferderennen!" Die Kinder auf ihren Pferden sammeln sich hinter einem GAS, einem russischem Jeep. Der gibt Vollgas und jagt in die Steppe hinein. Die Kinder im vollen Galopp hinterher. Die Pferde fast blank, nur mit einem Schaffell "gesattelt" und nur mit Stricken oder einer Wassertrense gezäumt. Die Mädels und Jungs, für Rennen nur unter 14 Jahren zugelassen, kleben auf ihren Pferden wie angenagelt. Der Jeep dreht in dem tischebenen Talkessel eine Runde von ca. 5km und fährt wieder auf uns zu. Da hält die Väter nichts mehr, sie springen auf ihre Pferde und jagen nun selbst ihren Kindern anfeuernd hinterher. Mütter und Omas springen in die Luft, werfen glückbringend Käsestückchen hoch. Die Stimmung überschlägt sich. Sieger mit einigen Längen wird ein gefeiertes, überglückliches 13-jähriges Mädchen. Die Wogen glätten sich wieder und Ruhe kehrt ein.
Nach einem ausgiebigen Mittagmahl fordert unser Patient uns auf, mitzukommen. Wir laufen in diesen riesigen ebenen Talkessel, eingerahmt von sanften Hügelketten, hinein und bleiben dann in der Mitte des landschaftlichen Kleinods stehen. Dass einige der Mongolen uns zu Fuß ohne Pferde begleiten, verwundert uns. Aber viel fragen, macht in Asien wenig Sinn. Man hat Zeit und "es wird". Wir genießen die Schönheit der Landschaft und ihre ungestörte Ruhe. Doch weit entfernt brummelt ein dumpfes Grollen. Unwetter - nein, keine Wolke am tiefblauen Himmel. Autos, Flugzeuge, Hubschrauber, deren Motorengeräusche klingen anders. In Richtung des leicht aber stetig anschwellenden Rumorens wälzt sich von Seite zu Seite des Tals, wie mit dem Lineal gezogen, mit hoher Geschwindigkeit eine dunkle Wolke oder Lawine auf uns zu. Das Rumoren wird lauter. Der Boden fängt an zu dröhnen. Wenige hundert Meter entfernt, werden vor der Staublawine einzelne im vollen Galopp jagende Reiter sichtbar. Noch näher lösen sich hunderte der Staubwalze voreilende Pferdeköpfe und Vorderhufpaare heraus. Der Boden unter uns fängt an zu zittern. Unser Atem stockt. 50 Meter vor uns reißt die Front auf und jagt beidseitig knapp an uns vorbei. Schlagartig verdunkelt sich die Sonne. Hinter uns kommt die Front zum Stehen und wendet. In wenigen Minuten um uns nur noch schwitzende in Schaum gebadete Pferde. Wiehern, Stuten rufen ihre Fohlen, die Fohlen ihre Mütter. Scharfe Kommandos der Hirten trennen und ordnen die Herden. Der würzig herbe Geruch der Steppe mischt sich mit dem aufgewirbelder Erde und dem schwitzender Pferde zu einem für immer in die Sinne eingeprägten Cocktail. Bevor sich die Staublawine auf uns absenkt, bleibt gerade noch Zeit unsere Kameras in Sicherheit zubringen. Danach ist alles dick mit dem Staub rotbrauner Steppenerde überzogen. Die Herden ordnen sich. Um uns bildet sich eine breite Gasse. Dort zeigen Reiter in vollen Galopp verwegene Kunststücke. Mit der Schlinge wird ein Junghengst eingefangen, zu Boden gebracht, gesattelt, gezäumt. Plötzlich losgelassen, bäumt der Hengst auf, gleichzeitig springt ein junger Reiter in den Sattel und beide jagen in die Steppe. Nach gut einer Stunde kommen beide müde aber recht gelassen zurück.
Die Stunden und Minuten dieses Tages haben mein weiteres Leben tief geprägt.
Noch im gleichem Jahr begannen wir ein Haus zu bauen. Das erste was stand, war ein Pferdestall, darin 1979 Billy unser erstes Pferd. Eines was Schreiben und Lesen konnte.

2) Wie bzw. warum hast Du zur VFD gefunden?
In den fundamentalistisch geführten Religionskriegen der Reitweisen und ihrer zugeordneten Rassen empfinde ich die VFD als Ökumene und einen Pol der Ruhe. Hier wird nicht um Preisgelder und um neurotische Egos geritten. Mein Ziel des Reitens, eine intensive Kommunikation mit der Natur, finde ich hier am besten zugeordnet.

3) Was ist Dir heute beim Umgang mit Pferden bzw. beim Reiten und Fahren besonders wichtig?
Da ich vom Pferd etwas will, und nicht das Pferd von mir, muss ich mich ihm verständlich machen, nicht das Pferd mir. Ich muss seine Sprache erlernen, nicht das Pferd die meine. Das tut es auch, aber nur wenn ich gelernt habe, mich in seiner auszudrücken.
Die Kunst der alten Meister der Reiterei sehe und lese ich als Partitur, Melodie oder Motiv. Aus Teilen ihrer Tonsätze versuchen wir, mit unseren Pferden zu beider Freude daraus unsere Hausmusik zu spielen. Sicher weit entfernt von Kunst, für uns aber schön und als Voraussetzung für entspanntes Reiten in der Natur.

4) Hast Du Dich auf spezielle Bereiche oder Richtungen konzentriert? Wenn ja, welche?
Was die Pferde anbetrifft, der Vollblutaraber. Für mich die vollkommene Ästhetik, Ikone und eine Perle aus der Krone der Schöpfung. Ich spreche nicht von denen der modischen Umzüchtung für den Show-Schnick-Schnack, sondern dem Erbe der Beduinen.
Mit dem Reiten sind wir über unseren langjährigen Lehrer, Jean Claude Dysli, bei einem von ihm gepaukten Postulat der alten Meister, reite mit deiner Schulter parallel zu der deines Pferdes, hängen geblieben. Im Galopp greift die innere Schulter des Pferdes vor, somit führt auch die innere des Reiters! Eine Biomechanik, die in der Regel dem heutigen, sich den natürlichen Bewegungsformen entrückenden Erwachsen abhanden gekommen ist. In der Sportwissenschaft kennt man diese Bewegungsform als Konter- oder Gegenschultertechnik. Auch eine hochinteressante Art zu Reiten. Einer Ihrer Höhepunkte finden wir im alten Kalifornien, insbesondere in der Ausbildung mit der klassischen Hackamore. Damit versuche ich mich derzeit mit einer jungen unverdorbenen Stute.

5) Können sich bei Dir neue Pferdeinteressenten für das Gelände fit machen? Gibst du Unterricht?
Nein, ich bin aber interessiert, mein Wissen zu erweitern und auch das meine weiterzugeben.

6) Bleibt Dir über den Pferden noch Zeit für andere Hobbys oder Engagements? Wenn ja welche?
Da wir ohne Entzugserscheinungen auf das TV-Lügenduschen verzichten und kein dazu benötigtes Gerät im Haus haben, bleibt uns noch ein wenig Zeit über.
Da sind einmal alte Autos, die man noch reparieren und schrauben kann. Die sind in ihren Serien noch individuell und keine grau oder schwarz uniformierte pc-rundgelutschte Plastebeulen mit irreparablen elektronischen Sollbruchstellen. Meine alten Autos bringen nie mehr so viel CO2 in die Atmosphäre, wie bei der Herstellung eines neuen entsteht. Das Nichtwegwerfen schont zudem die Ressourcen unserer geschundenen Mutter Erde.
Und noch eines, solang die Knie noch tragen, einmal richtig im Jahr an hohen Bergen im schwarzen Bereich alpin Skilaufen. Gelehrt bis zur Perfektion und bis der Schweiß aus den Skistiefeln quoll, wurde mir die vor Jahren von den Assen gefahrene Kontertechnik. Die Biomechanik dieser gleicht der des von mir gefronten Reitens, wie ein Ei dem anderen.

7) Was wäre in Bezug auf Pferde Dein Wunsch für die Zukunft?
Das Pferd ist Teil der Natur, so man will, der Schöpfung. Betrachtet man diese in Anlehnung an das Buch der Bücher, ergibt sich für mich folgendes Bild. Da steht ein Tempel mit modernster weithin global leuchtender Reklameschrift "Abendländisch christlicher Kulturkreis". Hinausgeworfen aus dem Tempel, in Schmutz und Staub liegend, Jesus. Drinnen Banker, Manager, Wucherer und Spekulanten, ihnen zu Füßen und Diensten Politiker, vor ihnen auf dem Opfertisch die Schöpfung. Gieren, Schreien und Schlagen um Stücke dieser, um sie ihrem Götzen Mammon zu opfern. Mein Wunsch, die Göttlichkeit aller Religionen möge dem einzig nicht vernunftbegabten Wesen dieser Erde, dem Menschen, den Hauch von Intelligenz, den jeder Einzeller besitzt, schenken, damit er begreifen kann, dass man das, wovon und womit man lebt, die Natur, nicht zerstören darf.
Reiten auch in Deutschland in Freiheit und ohne den Stress als Bösewicht der Nation gestempelt zu sein. Die deutsche Obrigkeit ist süchtig nach einem Machtritual. Fühlt sich diese von einem Teil der Gesellschaft in einer ihrer Tätigkeiten behindert, wird diese Gruppe entgegen aller Gesetze, die man ja selbst machen kann, über ihr dienende Medien als Bösewicht diffamiert. Unsere Hohen Herrschaften und ihre Lobbyisten fühlen sich durch Reiter in ihrem bevorzugten Hobby, dem Jagen, gestört. Damit das nicht geschehen darf, greift ihr Machtritual. Per Gesetz wird geregelt. Die Bösewichte der Nation werden leuchtend gelb markiert. Auf diesem gelben Untergrund, ist eine für alle weithin erkennbare und gut abhebende schwarze Identifizierungsnummer zu tragen (ein guter Deutscher soll sich immer im Denunzieren üben können). Diese Markierung ist ständig und gut sichtbar zu tragen. Aufhalten dürfen sich die Geächteten nur ausgegrenzt als Gefangene in wenig würdigen, sehr beengten per Verordnung festgelegten Terrains. Wer dieses verlässt, wird hart bestraft.
Ich wünsche mir, noch ein Deutschland zu erleben, in dem Recht und Gerechtigkeit in Einklang gebracht wurden.

8) Wo kann man Dich finden?
Peter Renner, Crostauer Weg 40, 01324 Dresden, Gründelranch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage in Arbeit.

 

Brenda Esfeldbrendaesfeld

1) Wie bist du zu Pferden gekommen
Meine Eltern stammen beide aus der Landwirtschaft (beide Diplomlandwirte). Mein Vater organisierte das Turnier auf der AGRA in Leipzig, da rannte ich als 5-jährige schon mit rum und durfte "reiten". Später wurde mein Vater Betriebsleiter der VEB Vollblutrennbahnen in Dresden: Dort mit 10 Jahren erster Unterricht in der Reittouristik und als Amateur auf der Rennbahn. Später Unterricht im Hengstdepot Moritzburg und Übungsleiter im Reitverein Moritzburg.
Kurz vor der Wende Umstieg auf das Westernreiten, 4 Jahre Arbeit als Co-Trainer in Niedersachsen, seit 13 Jahren eigenen Hof (Wanderritte, Distanzritte, Turniere).

2) Wie bzw. warum hast Du zur VFD gefunden?
VFD vertritt die Belange der Freizeitreiter (sind ja die meisten Menschen, die mit Pferden umgehen), Forum für Weiterbildung (gerade Reiter, die draußen reiten sollten eine gute Ausbildung haben) kämpft gegen das Waldgesetz in Sachsen, klärt Pferdebesitzer über artgerechte Haltung und Fütterung auf... uvam.
Auch wenn ich durch meinen Beruf ab und an einem Turner teilnehme, stößt mich die Art und Weise wie sehr oft mit Pferden, die Schleifchen gewinnen sollen, umgegangen wird ab. Ich finde für alle Beteiligten einen entspannten Ausritt schöner als verbissenes Turniertraining in der Halle.

3) Was ist Dir heute beim Umgang mit Pferden bzw. beim Reiten und Fahren besonders wichtig?
-artgerechte Haltung (eine Box oder ein verschlammter Paddock ohne Schutz ist nicht artgerecht)
-artgerechte Fütterung (der Leistung angepasstes Kraftfutter, Raufutter sollte Hauptbestandteil des Futters sein)
-Weiterbildung!!!!! Man lernt nie aus, viel lesen, von anderen lernen. Größter Fehler: Arroganz - ich kann reiten!? Weil unser Nichtskönnen immer zu Lasten der Pferde geht, Hilfszügel, scharfe Gebisse usw. ersetzen fehlendes Wissen. Pferde sind Lebewesen und wir haben kein Recht, sie als Schleifensammler zu quälen oder durch nicht passende Sättel oder in den Rücken fallenden Geländereiter chronisch krank zu machen. Zusammengefasst: ungerechter, emotionaler, unfachmännischer Umgang machen mich wütend, da kann ich nicht zusehen (was mir nicht nur Freunde einbringt). Mein Ziel in meinem Beruf ist es, die Welt für die Pferde etwas schöner zu machen, damit natürlich auch glückliche Reiter auszubilden.

4) Hast Du Dich auf spezielle Bereiche oder Richtungen konzentriert? Wenn ja, welche?
Westernreiten (Zucht, Training, Unterricht), interessiere mich aber auch sehr für Klassische Reitkunst (P. Karl). In unserem Betrieb kommen sehr viele junge Pferde zum Anreiten und zur Grundausbildung und Pferde zur Korrektur (Steiger, Durchgänger usw.).

5) Können sich bei Dir neue Pferdeinteressenten für das Gelände fit machen? Gibst du Unterricht?
 Unterricht erfolgt entweder als Einzelunterricht oder in der Gruppe mit maximal 4 Reitern. Wenn die Reiter sattelfest sind, gehen wir auch ins Gelände.

6) Bleibt Dir über den Pferden noch Zeit für andere Hobbys oder Engagements? Wenn ja welche?
Unterricht nehmen bei anderen Trainern. Hobbys: Sportschütze, Schwimmen.

7) Was wäre in Bezug auf Pferde Dein Wunsch für die Zukunft?
Es gibt noch viel zu viele Pferde in Boxeneinzelhaft, zu viele Reiter, die am Pferd nur ihr Ego aufpolieren möchten. Harmonie mit feinen Hilfen, zufriedene Pferde und Reiter.

8) Wo kann man Dich finden?
White Horse Ranch
Am Feldrain 2, 01723 Wilsdruff OT Kaufbach
Tel. 035204/47477
www.white-horse-ranch-online.de

 

Ines Hoffmannineshoffmann

1. Wie bist du zu Pferden gekommen?
Naja, wie das halt so ist bei den kleinen Mädels, die werden doch schon pferdeinfiziert geboren. Seit ich denken kann, interessiere ich mich für Pferde und habe mich immer auf alles draufgesetzt, was so lange stehen blieb, bis ich oben war ... Ca. 1984 (mit 12 Jahren) begann ich dann "richtig" mit dem Reiten im Reitverein hier in Plauen (damals noch dem Betrieb angehörig, wo mein Vater arbeitete - Maschinenbaufirma, genau das, was ein Reitsportverein so braucht). Dort blieb ich bis zur Wende, dann gab es im Verein diverse Probleme und ich hatte mit meiner Ausbildung zu tun, bin aber weiterhin bei Freunden geritten. Mein damaliger Freund und jetziger Lebenspartner hat dort auch das Reiten gelernt und seit 1999 haben wir zwei eigene Pferde (die ersten starben 2006 ganz tragisch an Botulismus, wir haben danach aber zwei neue junge Pferde gekauft: SIR FATIMO, dt. Reitpony, 5 Jahre und GIGOLO, schwerer Warmblüter, 4 Jahre).

2. Wie bzw. warum hast Du zur VFD gefunden?
Zur VFD habe ich gefunden, weil mich das Problem der Reitwege in Sachsen sehr nervt und ich nicht nur schimpfen, sondern auch was tun will. Außerdem will ich mich über die VFD über den neuesten Stand in dieser Sache auf dem Laufenden halten.

3. Was ist Dir heute beim Umgang mit Pferden bzw. beim Reiten und Fahren besonders wichtig?
Ich möchte das, was ich mit den Pferden mache, möglichst gut und richtig machen und nicht nach "hab-ich-irgendwo-mal-gehört". Daher informiere ich mich viel, nehme auch regelmäßig Reitunterricht (im Gegensatz zu "früher", wo ich sicher war, dass ich ja alles konnte). Ich möchte, dass meine Pferde gut erzogen sind (sind sie auch), sich in ihrem Offenstall wohlfühlen und gerne mitarbeiten. Außerdem sollen sie auch in der Lage sein, die gestellten Aufgaben zu erfüllen, daher lege ich Wert auf eine gute Fütterung und entsprechendes Training. Ich versuche, möglichst regelmäßig zu arbeiten.

4. Hast Du Dich auf spezielle Bereiche oder Richtungen konzentriert? Wenn ja, welche?
Ich reite gemäß der FN, Dressur, Stangenarbeit, Cavalettispringen auf dem Platz, bin viel im Gelände unterwegs, reite Jagden. Außerdem mache ich gerne Tages- bzw. auch Wanderritte. Mit richtigen Wanderritten geht's bei meinem jungen Pferd aber erst richtig los.

5. Können sich bei Dir neue Pferdeinteressenten für das Gelände fit machen? Gibst du Unterricht?
Ich gebe keinen Unterricht, da ich nicht über die entsprechende Qualifikation verfüge. Ich nehme ja selbst regelmäßig Reitstunden. Außerdem sind unsere jungen Pferde für Anfänger nicht geeignet, da sie selbst noch mitten in der Ausbildung stecken. Ich habe aber seit kurzem eine Reitbeteiligung für mein Reitpony. Diese reitet selber gut und hilft mir beim Bewegen des Pferdes. Außerdem nimmt sie auch mit ihm Unterricht.

6. Bleibt Dir über den Pferden noch Zeit für andere Hobbys oder Engagements? Wenn ja welche?
Eigentlich nicht. Wir haben die Pferde am Haus, sind also Selbstversorger, kümmern uns auch um alles selbst (Heu machen, Mist entsorgen, Reitplatz bauen usw.). Außerdem bauen wir zur Zeit unser Wohnhaus um, haben noch ein kleines Kind (Sohn, knapp drei) und gehen beide arbeiten. Zeit für andere Hobbys bleibt da nicht. Wenn ich doch mal abends auf dem Sofa sitze, dann lese ich gerne (historische Romane, außerdem bin ich Tolkien-Fan).

7. Was wäre in Bezug auf Pferde Dein Wunsch für die Zukunft?
Ich möchte mich gerne mit meinem Pony gemeinsam weiterbilden, so dass ich vielleicht auch mal ein kleines Turnier gehen kann, bevorzugt VS. Außerdem hätte ich gerne in nächster Zeit wieder Gelegenheit, für einen Wanderritt zu trainieren und diesen dann auch durchzuführen. Schön wäre es, wenn dieses unsägliche Waldgesetz gekippt würde, so dass es auch mal möglich ist, einen längeren Wanderritt in der Heimat zu machen und nicht erst sonstwohin zu fahren.

8. Wo kann man Dich finden?
keine Homepage
Adresse erfahrt ihr unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
wohne am Stadtrand von Plauen
oder ihr ruft mich einfach an: 03741/289757 abends