Es steht in der Verantwortung eines jeden Pferdebesitzers, sich zum Wohle seines Pferdes laufend fortzubilden und zu informieren. 

Derzeit wird in den Medien eine Aufweichung der sogenannten Blood Rule oder Blutregel im Pferdesport diskutiert. 

Inhalt der Blood Rule ist derzeit, sinngemäß laut der Zeitschrift St. Georg: Wenn ein Pferd blutet oder frisches Blut zu sehen ist, wird der Wettkampf oder die Prüfung unterbrochen. Wird bei näherer Überprüfung festgestellt, dass das Pferd nicht mehr blutet und kein frisches Blut zeigt, darf die Aufgabe beendet werden. Ansonsten werden Pferd und Reiter disqualifiziert.

Nun wird die Frage offen diskutiert, ob nicht ein bisschen Blut am Pferd ok ist und nicht zu einem Ausschluss führen sollte, also wieder nach persönlichem Ermessen der Stewards gehandelt werden solle.

Unser VFD Fachbeirat Ethik und Tierschutz hat sich mit dem Thema intensiv beschäftigt und hat das Ergebnis in einem Satz zusammengefasst: 

„Beim Einsatz von Pferden in Arbeit, Sport und Freizeit wird an Stellen am Pferd, an denen eine nutzungsbedingte Einwirkung stattfindet oder Ausrüstungsgegenstände anliegen, kein Blut toleriert.“

Diese Aussage wird auch durch unsere Leitsätze, unser Ethikpapier und durch unsere Satzung unterstützt und getragen.

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass auch blutende Wunden, die durch fehlerhafte Haltung auftreten, genauso wenig Toleranz erfahren dürfen und werden.

Blutaustritte bei Insektenstichen o.ä. sind natürlich, je nach Auswirkung, ebenfalls zu versorgen. Wenn diese aber weder das Pferd in der Bewegung behindern, noch durch Ausrüstung negativ beeinflusst werden, ist dies kein grundsätzliches Argument für einen Rittabbruch. 

Wir weisen darauf hin, dass die Regeln der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) nicht über dem Deutschen Tierschutzgesetz stehen. Weder in Bezug auf das Zufügen von Schmerzen oder Leiden, noch bei der Rollkur (Low Deep Round) oder gar im Bereich des Dopings. 

 

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