Jedes Mädchen träumt von einem Wanderritt mit seinem Pferd, aber wie schlimm das wirklich ist weiß man erst hinterher. Wir sind am Freitag, dem 27. September um 09.00 Uhr am Hof Elmenthal losgeritten bzw. gewandert. Ziel war die Zitherhütte in Zella-Mehlis, wo wir das Wochenende verbringen wolltene. Es regnete, und das sollte sich auch die nächsten vier Tage nicht mehr ändern. Ergänzt wurde der Regen nur gelegentlich durch Sturm und Hagel. Bereits am ersten Tag mussten wir 900 Höhenmeter auf 30 Kilometer Strecke bewältigen, was aufgrund der Wetterbedingugnen nicht ganz so angenehm war. Trotz zahlreicher Abenteuer wie hüpfender Kühe, spritzender LKW und klappernder Windräder waren unsere Pferde artig und haben ihren Job sehr gut gemacht. So kamen wir kurz vorm Dunkel werden in Zella-Mehlis an, vollkommen durchnässt und müde. Den Samstag haben wir dann auch zur Erholung genutzt. Der Kamin brannte, wir haben Gesellschaftsspiele gespielt und Schokolade gegessen.
Am Sonntag führte uns ein Tagesritt zum Oberhofer Hochmoor und zum Rennsteig. Montag früh um 08.00 Uhr starteten wir dann auf den Heimweg. Der Weg zurück kam mir viel kürzer und schneller vor, er war aber auch anstrengender. Vielleicht weil wir neben dem Regen jetzt auch noch Sturm hatten... Am Nachmittag kamen wir erschöpft aber glücklich in Elmenthal an. Alles in allem war es ein sehr spannender, lustiger, verrückter und schöner Ausflug, den ich immer wieder machen würde. Überhaupt finde ich, dass so einen Wanderritt jeder Reiter in seinem Leben einmal gemacht und überlebt haben muss.

Geschrieben von Johanna Jakob

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