Statement von Henrike Bläsig-Lang zum Wanderreiten und zur VFD-Ausbildung:

Mehrmals im Jahr unternehme ich mehrtägige Wanderritte. Um mich nach 14 Jahren Wanderreiterei weiter zu bilden, habe ich von 2005 - 2006 eine Geländerittführer-Ausbildung bei der VFD gemacht und diese im April 2006 erfolgreich abgeschlossen. Im Juni 2008 habe ich das goldene Wanderreit-Abzeichen der VFD bekommen. Um mich noch weiterzubilden, machte ich die Wanderritt-Führer-Ausbildung bei der VFD, welche 2010 abgeschlossen wurde. Ich bin nun VFD Wanderritt-Führerin Das hat mehrere Jahre gedauert, da die Ausbildung sehr intensiv war. Sie ist in keiner Form vergleichbar mit der Ausbildung zum Ritt-Führer anderer Verbände. Wenn ich mit einer festen, erfahrenen Gruppe unterwegs bin, erkundige ich immer neue Regionen in Rheinland-Pfalz. Für Neulinge im Wanderreiten biete ich feste Touren an, die ich schon abgeritten habe. So lässt sich das Risiko minimieren, vor verschlossenen Wildgattern, undurchdringlichem Dickicht, endenden Wegen, o.ä. zu stehen.

Würdest Du die Ausbildung empfehlen und wenn ja warum? Ich würde die Ausbildung zum Rittführer auf jeden Fall Jedem empfehlen, der Ritte führen will. 

Nutzt Du das Angebot von regionalen Zusammenschlüssen mit qualifizierten Wanderreitstationen?  Das Angebot nutze ich sehr oft.

Wünscht Du Dir das Angebot auch in allen deutschen Regionen? Ich würde mir dieses Angebot in allen Reit-Regionen Deutschlands wünschen, aber auch ein Ausbau in den vorhandenen Regionen wäre zu empfehlen.

Deine Meinung zum Pferdetourismus? Besonders für schwache Regionen ist der Pferdetourismus eine Chance beziehungsweise ein weiteres Standbein.

Was denkst Du über Besucherlenkung z.B. in Form von touristischen Reitwegen? Sie schränken mich in meiner Bewegungsfreiheit ein und nehmen mir auf Wanderritten die Möglichkeit den Ritt zu variieren und Regionen intensiver kennen zulernen.

Kannst Du das genauer ausführen? Das Wanderreiten bzw. der Pferdetourismus würde dadurch (auch in den Bundesländern mit liberalem Reitrecht) zurückgehen, da die Attraktivität der Landschaft verloren gehen würde.
- Tolle Ziele (Burgen,  Wasserfälle, Felsen) könnten nicht mehr angeritten werden.
- Anreiten von verschiedenen Gaststätten wäre nicht mehr möglich
- höhere Umwelt-/Wildtierbelastung durch  zentralisiertes Betreten von Wald und Flur
- vermehrt Trittschäden auf den Wegen die nicht entsprechend angelegt und auch nicht gepflegt werden
- verschiedene Wanderreitquartiere oder Neue wären evtl. nicht mehr erreichbar, da diese nicht an offizielle Reitwegenetz angebunden Das Angebot an Wanderreitquartieren ist nicht so dicht, dass man ausschließlich über Reitwege von A nach B kommt.
- Konflikte mit anderen Wald-Besuchern sind vorprogrammiert, da Reitwege oft einfach über vorhandene Wege geleitet werden. Das erhöhte Aufkommen von Reitern (diese verteilen sich ja nicht mehr), führt zu vermehrten Konflikten.
- Außerdem möchte ich mir die Wege selbst aussuchen können, um spezielle Gegebenheiten per Pferd besuchen zu können (Gaststätte, Tränk-Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Besonderheiten).
- Ich wähle Wege so aus, dass sie besonders pferdeschonend sind (wenig Höhenmeter, gutes Geläuf).

Was wünschst Du Dir in Zukunft von der VFD als Fachverband der Gelände- und Wanderreiter? Ich wünsche mir eine Liberalisierung des Reitrechts/Waldgesetzes. Ein Ausbau der VFD Stammtische wäre wünschenswert.

Westerwald:

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Pfalz und Eifel:

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