Am Donnerstag, den 25.04.19 nahm uns Britta Stoffel mit bei einer spannenden Reise in den Huf. Britta informierte zunächst über den Knochenaufbau vom Karpalgelenk abwärts und ging dabei auch auf die einzelnen Gelenke und deren unterschiedliche Beweglichkeit, Beschaffenheit und Belastung ein. Danach folgte ein Überblick über die vorhandenen Sehnen. Mit Hilfe zahlreicher Bilder zeigte uns Britta anschaulich wie die Gelenke und Sehnen zusammenwirken und welche unterschiedlichen Schäden Fehlstellungen oder falsche Belastungen anrichten können. Besonders deutlich erklärte sie auch, wo Verknöcherungen entstehen können, welche Funktionen dadurch eingeschränkt werden und wie schmerzhaft das dann sein kann. Auch ging Britta dann mit Hilfe eines Querschnittfotos darauf ein, wie komplex Krankheitsbilder wie „Hufrolle“ sind, da eine solche Bezeichnung anatomisch sehr breit gefächert sei.

Nach den Sehnen folgte ein Überblick über die (überraschend!) sehr zahlreichen Arterien und Venen am Huf. Diese wurden auch beim Wachstumsprozess betrachtet und es folgte eine Erklärung, wieso Pferdehufe auch bei sehr kalten Temperaturen versorgt werden.

Britta erinnerte uns auch immer wieder daran, dass zahlreiche Faktoren die Gesundheit unserer (Pferde und) Hufe beeinflussen. Jeder Huf sei anders in Wachstum und Beschaffenheit und natürlich sei auch immer zu beachten auf welchem Untergrund ein Pferd steht. Zum Beispiel hätten Hufe bei Boxenhaltung, wo ein Pferd zwangsläufig auch mal in seinem Mist steht, ganz andere Bedürfnisse als die eines Pferdes, welches täglichen Freigang auf einer Wiese hat. Dementsprechend solle man nicht einfach teure Wundermittel kaufen, sondern logisch überlegen, ob man den Huf beispielsweise eher vor Nässe schützen müsse und dementsprechend zu Fett greifen sollte, oder ob der Huf eher total ausgetrocknet sei, wobei man dann besser den Huf kurz anfeuchten und dann einölen sollte. Britta machte dabei keine gezielte Werbung für einzelne Produkte, sondern stand beratend zur Seite und betonte, dass man sich an natürliche Inhaltstoffe halten solle. Auch ein gutes Olivenöl könne schon Wunder für den Huf tun.

Der Abend schloss mit einem regen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer und mit einem begeistert angenommenen Vorschlag von Britta, einmal gemeinsam in kleinen Gruppen unter ihrer Anleitung die heute kennengelernte Theorie an einem Querschnitt eines echten Pferdebeines zu betrachten.

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