Auch in diesem Jahr fand wieder unser Halloweenritt in Rethem- Moor statt. Diesmal hatten sich nicht nur die Menschen verkleidet, sondern auch die Pferde waren bunt bemalt bzw. hatten sogar eine kleine Fledermaus auf den Popo geschorren bekommen.
Morgens stieg noch der Nebel langsam auf. Die Sonne kämpfte sich jedoch pünktlich beim Eintreffen der ersten beiden Reiter durch. Nach dem Verkleiden von Mensch und Tier führte Antje Dreißig eine Ausrüstungskontrolle durch und besprach den geplanten Ritt.
Zunächst führte der Ritt nach Lichtenhorst. Im Wald findet man wunderschöne Sandwege, welche zum Galoppieren einladen. Vor einer großen Wasserpfutze musste jedoch durchpariert werden. Die meisten Pferde waren sehr froh, dass ihre Besitzer es trotz der warmen Temperaturen vorzogen, außen herum zu reiten. Außer "Pie", die Traber- Oldenburger Stute von Mira!!! Sie übte gleich für ihr Seepferdchen.
Weiter ging es über die Ponyreitwege mit kleinen Naturhindernissen (kleine Baumstämmchen, welche über die Wege gelegt sind) in Richtung Weißen Graben.
Annette eine sehr sichere Reiterin mit ihrem Distanzpferd Bambina ritt vornweg. Am Weißen Graben kamen sie ins Straucheln. Alle anderen Reitern stockte der Atem, weil Bambina sich im Stacheldraht auf der anderen Seite verfing." Alle runter vom Pferd, Sicherheit herstellen!", hörte ich meine eigene Stimme.
Tausendmal übt man beim Geländerreiterpass und beim Rittführerlehrgang den Ernstfall und hofft doch, dass er nie eintritt. Aber jetzt und hier war er da.
Mira übernahm sofort mein Pferd und führte die Gruppe bis zum Wegesende und ich konnte Annette auf der anderen Grabenseite helfen. Bambina hatte sich zum Glück von selbst aus dem Stacheldraht befreit und blieb auf der anderen Seite nach ein paar Sprüngen stehen. Ein Hufschuh war weit weggeflogen. Aber Reiterin und Pferd ging es augenscheinlich bis auf oberflächliche Verletzungen gut. Bambina nutze die Pause für einen Grasimbiss.
Allen saß der Schock tief. Nachdem Tier und Mensch grundversorgt waren, ging es erst einmal zu Fuß weiter. Bei mittlerweile fast 26 Grad wurde es doch unter dem ein oder anderem Kostum sehr warm.
Bambina ging im Schritt und Trab klar und somit entschieden wir, dass wir ohne weitere Umwege den Weg nach Hause nahmen.
Auch hier steht beim VFD: 1. Pferdeversorgung!!!! Jedes Pferd erhielt frisches Wasser und einen Paddock zum Grasen. Jetzt konnten die Reiter beim gemeinsamen Kürbissuppe- und Eisessen noch einmal alles Revue passieren lassen.
Den Preis für das beste Kostüm erhielt das Kürbispaar: Ben & Nadine.
Eins hat mich dieser Ritt wieder gelehrt. Selbst das sicherste Pferd kann sich einmal erschrecken oder gegen den Schenkel gehen. UND meine Packliste für unterwegs ist um ein paar Dinge reicher geworden.
Text und Fotos von Antje Dreißig
Bilder: