Wer hatte schonmal Angst, dass sein Pferd an der nächsten Ecke scheuen wird?
Mit dieser Frage eröffnete Sarah Kleen ihren Vortrag bei unserem ersten Themenabend in 2026.
Sarah ist Centered Riding Trainerin und studierte Gesundheitswissenschaften und Biologie. Sie hat selbst mehrere Pferde.
Für den weiteren Einstieg in den Vortrag erzählte sie uns von ihrem schweren Reitunfall. Bei der Diagnose im Krankenhaus war klar, dass sie viel Glück beim Aufprall gehabt hatte und die Verletzung keine schweren Folgen zurückließ.
Sarah wurde bewusst, dass sie nach der Diagnose eine unfassbare Angst verspürte. Aber ihr war auch klar, dass sie jemanden brauchte, der ihr half damit umzugehen.
Tatsächlich saß sie nach nur vier Monaten wieder auf dem Pferd und beschloss ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Ist es vielleicht so, dass du das Reiten liebst, aber du immer etwas findest, was dich davon abhält?
Sarah gibt an, dass Angst sich auf verschiedene Weise zeigen kann und sich auch auf andere Bereiche ausdehnen kann. Und es sei so, je länger man warten würde zu handeln, desto stärker würde das Muster werden.
Dazu komme auch - das Pferd spüre alles - Körpersprache, Muskeltonus, Pferde seien Meister darin uns zu lesen, alleine die Atmung verrate einen.
Sarah stellte verschiedene Übungen und Tipps zur Kontrolle der Gedanken vor, um das Kopfkino auszuschalten. Und wichtig sei, die Übungen sollten zum Ritual werden, nur dann könnten sie uns helfen unsere Ängste zu kontrollieren.
Die Eckpunkte seien
- Kopfkino ausschalten
- (Selbst-) Vertrauen aufbauen
- Stress bei dir und deinem Pferd erkennen
- zuverlässige Kommunikation am Boden und im Sattel
- sicherer Wiedereinstieg, in kleinen machbaren Schritten
Werde Verlassmensch, wenn du dir ein Verlasspferd wünscht, so Sarah, denn dein Pferd könne nur so mutig sein, wie du selbst.