Am 25.04.2019 konnten wir von einem spannenden Vortrag über Parasiten beim Pferd von der Tierärztin Bianca Güttler viel lernen. Mit ihrer sympathischen, fröhlichen Art und vielen erstaunlichen und kuriosen Anekdoten, fesselte Sie ca, 20 Frauen und leider nur einen Mann bei gutem Essen im Hotel Meiners in Hatterwüsting. Wir hörten viel Neues über Würmer, Milben und Zecken.

Z.B. über das Pferd, das angezogen auf die Weide ging und nach vier Stunden völlig nackig von der Weide kam, Auslöser war eine Abwehrreaktion der Körpers auf Haarlinge.

Oder das seit langer Zeit lahmende Pferd, welches in der Klinik an der Hinterhand untersucht wurde und durch Zufall ein massiver Wurmbefall entdeckt wurde, der die Durchblutung der Muskulatur in der Hinterhand soweit einschränkte, dass die Schmerzen das Pferd lahmen ließ.


Wir staunten nicht schlecht, welche Überraschungen, das Tierreich für uns Menschen bereithält.

Bianca Güttler ließ uns aber auch erschauern mit ihren Geschichten aus der Tierklinik, wie die Würmer bei einer Untersuchung an der Magensonde ihr entgegenkrochen oder der Appelhaufen, der nach einer Wurmkur mit anschließender Paraffingabe weiß von Würmern war.

Sie machte darauf aufmerksam, wie wichtig es ist die Anweisungen der Tierärzte und der Beipackzettel zu befolgen, da nicht jedes Medikament für Pferde gemacht ist und deshalb anders als bei Rindern anzuwenden ist. Durch eine falsche Anwendung kann das Pferd beträchtlich geschädigt werden. Außerdem ist zu beachten, dass in den meisten Fällen eine Umwidmung erfolgen muss und das Pferd nicht mehr als Schlachtpferd eingetragen werden kann.

Auch die Gabe von 4 Wurmkuren im Jahr sei überholt , so ist die gezielte und zeitlich genaue Gabe viel wichtiger, z.B. ist die Nikolaus-Wurmkur (1.-2. Woche im Dezember) so wichtig, da genau zu diesem Zeitpunkt die Magendassellarven bekämpft werden müssen. Um diese Chemiekeule unseren Pferden nicht zu oft im Jahr zuzumuten ist eine Laboruntersuchung des Kots gesünder und oft auch kostengünstiger, wenn dadurch auf eine Wurmkur verzichtet werden kann. Hier ist eine Probe bereits ausreichend, da es darum geht „Massenausscheider“ zu erkennen.

Wiedermal konnten wir einen tollen Abend mit Bianca verleben, die uns ja schon im letzten Jahr mit ihrem Referat über Pferdezähne begeisterte.

Wir hoffen, dass wir noch viel von ihr hören werden, vielleicht einfach mal mit „Geschichten aus dem Alltag einer Tierärztin“ .

Schreibt uns welche Themen euch interessieren.

 

 

 

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