Es ist Freitagfrüh 03.30 Uhr, es regnet, es ist dunkel. Wir haben am Abend vorher das Gespann beladen und alles für eine pünkliche Abfahrt vorbereitet. Denn die Tide wartet nicht.

Wir, das sind Jürgen und Jürgen und zwei Pferde die an die Nordsee wollen. Wir fahren mit genügender Zeitreserve weil Wetter, Urlaubsverkehr und Baustellen auf der Autobahn warten. Denn die Tide wartet nicht.IMG 8885auss

Die Fahrt verläuft dann aber doch reibungslos und wir sind überpünktlich an unserem Treffpunkt auf der A 27 angekommen es ist erst 06.30 h um 08.00 h will dann unser Wattführer zu uns stoßen , sodas wir gemeinsam weiterfahren, Richtung Sahlenburg. In Sahlenburg ging es zuerst an die Rampe (direkt am Watteinritt) um das Gepäck abzugeben, mit wasserdichten Müllsäcken umhüllte Gepäckstücke mit Namen und Zielort versehen werden hier verladen. Dann fahren wir zurück zum Hof Griebel, Pferde abladen, Autos parken, satteln und ab ins Watt. Denn die Tide wartet nicht.DSCF2164

 

 

 

 

 

 

 


Es ist diesiges Wetter, wir überholen in sicherem Abstand, Wattwagen, Wanderer und andere Reiter immer das ablaufende Wasser vor uns. Unsere Gruppe besteht aus acht Pferden. Die „Alten Säcke“ (Originalton von Martin – unserem Wattrittführer) werden von fünf Damen begleitet.

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Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir die Insel. Es geht direkt zu unserem Quartier, am nordöstlichen Ende der Insel. Pferde absatteln und versorgen, Sattelzeug reinigen, Gepäck aus dem Berg von Packstücken suchen, Strohboden beziehen, Nachtlager bauen, noch einmal zu den Pferden schauen und dann ab ins warme und trockene.

Nach einem warmen Essen erledigen wir noch ein paar Formalitäten, Martin bekommt ja noch Geld, es wird über den nächsten Tag gesprochen - wann Frühstück, wann fertig sein zum Abritt, denn die Tide wartet nicht. Es soll an die Elbe gehen.

20130629 104948Samstag morgen ist es immer noch grau in grau - der Wind pustet, das Frühstück war super. Die Pferde gesattelt und los geht’s. Runter von der Insel und gleich links abgebogen in die scheinbar unendliche Weite. Wir reiten dem ablaufenden Wasser hinterher. Martin prüft mit seinem Riesenross die Prieltiefe, denn wir haben zwei Isländer dabei, die sonst evtl. schwimmen müssten.

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Wir erreichen das Fahrwasser der Elbe. Die großen Schiffe sind zum greifen nah.

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Es geht Richtung Norden weiter bis ans offene Meer. Martin empfiehlt uns nach Helgoland links abzubiegen, nächster Halt wäre dann erst wieder New York. Wir können ausgiebig galoppieren der Boden ist fest und griffig. Wo kann man sonst fünf Kilometer geradeaus und am Stück Spass haben? Nebenbei suchen wir Bernstein, aber heute hat keiner von uns Glück, na ja vielleicht das nächste mal...

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 Zurück auf der Insel erst das Pflichtprogramm, Pferde versorgen und dann auf Entdeckungstour gehen. Inselrundwanderung mit Leuchtturm und Eiergrog, ein leckeres und gefährliches Getränk. Ein gemeinsames Abendessen im „Anker“ und ein anschließender ein Besuch in der Bar „Wolkenlos“ , runden den Tag ab. Müde und glücklich geht’s ab ins Strohlager.

Am Sontag ist erst gegen zwölf Uhr Niedrigwasser, so ist ausreichend Zeit für ein weiteres Superfrühstück und für den Abbau des Strohlagers. Gepäck abgeben, die Pferde fertig machen um dann pünklich ins Watt zu reiten. Richtung Sahlenburg machen sich die Wattwagen auf den Weg. Es wird noch schnell ein Erinnerungsfoto gemacht und dann wir folgen dann der gelben Karawane. Denn die Tide wartet nicht.

Nach etwa einer Stunde starten wir einen letzten Galopp im Watt und erreichen Sahlenburg. Pferde verladen, Verabschiedungsrunde, Gepäck einsammeln, Fischbrötchen kaufen und ab geht’s mit einem Dauergrinsen Richtung Heimat.

Ach übrigens: das mit dem Bernstein suchen hat nicht geklappt, also müssen wir 2014 wieder zur Insel Neuwerk um unser Glück zu versuchen und zwar vom 1. bis 3. August 2014 - außerdem wollen wir da dann auch unser Dauergrinsen unbedingt erneuern. Jürgen Klare, 1. Vorsitzender des BzV HildesheimIMG 8849

 

 

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