Ein Wanderreitpferd berichtet
Hallo hier ist Sarino,

Heute möchte ich Euch von einem tollen Ritt berichten, nämlich dem 32. Waldmünchenritt der VFD Bayern.
 
Am 8. August Nachmittags holten mich Susanne, Heiner und Günther im Stall ab. Eigentlich hatte ich wenig Lust von meiner schönen saftigen Koppel in den Hänger zu steigen.
 
Ich ließ mich schließlich doch überreden und wir fuhren zum Stall von Anita, wo Hans, Elisabeth und Anita zu uns stießen. Als auch Texas, Sunny, Montana und Wilma im Hänger verladen waren ging es nach Tüntenhausen bei Freising, dem Startplatz des Rittes.
 
Hier trafen sich über 100 Pferde und Reiter. Der erste Eindruck war für mich nicht sehr toll, wir hatten hier ein abgemähtes Stoppelfeld als Nachtquartier und Heu zum fressen. Ich sehnte mich auf meine saftige Koppel zurück.
 
Für die Reiter gab es ein schönes Abendessen und ein gemütliches Beisammensein zum Kennenlernen.
 
Am Sonntag früh ging es erst mal gemütlich los, da Heute die Reitstrecke zum Aufwärmen nur ca. 20 km war. 
 
Um 10 Uhr war alles zum Abritt bereit und wir brachen auf nach Marzling unserer Mittagsstation. Ich musste erst mal die anderen Pferde beschnuppern und mich mit ihnen anfreunden.
 
Sie waren alle ganz verträglich, nur Montana verstand sich nicht sonderlich gut mit mir.
 
Nach einer schönen Mittagspause für die Reiter und etwas Stress für mich, es waren sehr viele fremde Pferde hier angebunden, ging es weiter nach Moosburg unserer Tagesetappe für heute. Hier war endlich wieder eine grüne Wiese für uns da.
  
Montag      
Am nächsten Tag ging es nicht mehr ganz so gemütlich zu, denn Heute war die Tagesetappe ca. 35 km und so war der Aufbruch von Susanne auf 8.00 Uhr festgelegt worden.
 
Pünktlich starteten wir in Richtung Niedermünchen unserer Mittagsstation. 
 
Nach einer gemütlichen Mittagspause ging es weiter nach Oberhatzkofen dem heutigem Tagesziel.
 
Auch hier freute ich mich wider sehr, da es eine saftige Wiese für uns gab auf der die Paddocks aufgestellt wurden und wir uns prima erholen konnten.
 
Dienstag
Die Tagesetappen wurden nun immer etwas länger. Heute ca. 40 km. Es ging durch schönes, nicht besonders schwieriges Gelände nach Jellenkofen.  
 
Die Mittagsstation lag hier direkt an der Bundesstraße, aber wir ergatterten für uns noch einen schönen einigermaßen sicheren Platz.
 
Nachmittags ging es weiter nach Laberweinting. Hier war wieder eine schöne Wiese für mich vorhanden.
 
Mittwoch
Heute mussten wir etwas früher aufstehen, denn die Reitstrecke war mit 50 km angesetzt.
 
Wir ritten durch den Gäuboden nach Straubing unserer Mittagsstation. Der Weg war sehr lange mit ca. 35 km am Vormittag.
 
Mittags konnte ich mich auch nicht so richtig erholen, da der Parkplatz direkt hinter dem Volksfest war und die vielen Pferde etwas Unruhe verursachten.
 
Nachmittags ging es dann an der Donau entlang. Dies war sehr schön zum reiten. Bei einer kurzen Rast am Kloster Oberaltteich stellte Anita fest, dass Texas nicht mehr sauber ging.
 
Er hat sich den Fuß vertreten und war leicht angeschwollen. Zufällig kam unser mit reitender Tierarzt vorbei und warf einen Blick auf sein Bein und empfahl ihn nicht weiter zu reiten.
 
So durfte Texas zur Abendstation fahren. Für uns ging es noch ca. 6 km bergauf nach Mitterfels. Eigentlich hatte ich keine Lust mehr weiter zu laufen ich war sehr müde und streikte etwas nach der langen Strecke.
 
Leider hatte ich auch keine schöne Wiese für die Nacht, sondern nur ein Stoppelfeld.
 
Donnerstag
Heute war die Strecke mit ca. 45 km wieder etwas kürzer. Von den beiden Alternativen entschieden sich die Reiter für die Talvariante. War ich froh.
 
Schnell erreichten wir unsere Mittagsstation im Schloss Altrandsberg. Danach ging es durch das Regental weiter zur Abendstation nach Gilling.
 
Ich war Heute wieder erwarten sehr munter und hätte ruhig noch weiter laufen können. Meine Kondition wurde von Tag zu Tag besser.
 
Freitag
Unser letzter Reittag führte uns über Althütte, der Mittagsstation nach Waldmünchen durch den schönen Bayrischen Wald.
 
Kurz vor Althütte gab es einen Aufstieg, der mich sehr an meine Ritte im Voralpengebiet erinnerte. In Althütte erholte ich mich dann in einen hübschen Wäldchen und wartete auf die anderen Reiter. 
 
Gegen 14.30 Uhr waren alle bereit und es ging mit über 100 Pferden zum großen Einritt bergab nach Waldmünchen. War schon ein phantastisches Bild so viele Pferde hintereinander.
 
Ich war hier schon etwas nervös. Am Stadtrand von Waldmünchen erwartete uns der Spielmannszug und als ich die Musik hörte war für mich die Welt wieder in Ordnung.
 
Ich liebe Umzüge mit Musik. Wir stellten uns zum großen Empfang durch den Bürgermeister und die Stadt alle auf dem Rathausplatz auf und nach kurzen Reden und Ehrungen war es fast geschafft.
 
Die letzten drei Kilometer waren nun auch nicht mehr schlimm und ich war sehr stolz es geschafft zu haben.
 
In Blumlohe hatte ich auch wieder eine schöne saftige Wiese und Elisabeth unsere gute Seele hatte auch schon mein Paddock aufgebaut und Wasser und Heu bereitgestellt.
 
Auch Susanne, die uns die ganze Strecke perfekt geführt hatte war sehr froh, dass alles gut gegangen ist und ich bin Ihr sehr dankbar für diese tolle Woche.
 
Abends gab es dann noch ein großes Countryfest für die Reiter und die Abzeichen und Stallplaketten. Ich hätte auch gerne eine Auszeichnung erhalten, schließlich bin ich den ganzen Weg gelaufen, so eine Tüte mit Leckerlies wäre schön gewesen.
 
Unter den Klängen der Countryband erholte ich mich sehr gut.
 
Samstag
Vormittag war relaxen angesagt und Nachmittags ging es dann wieder mit dem Hänger heimwärts. Eigentlich hatte ich wenig Lust von der grünen Wiede in den Hänger zu steigen und ließ mich etwas betteln. Nach dreieinhalb Stunden Fahrt war ich wieder zuhause.
 
Wie schnell das doch mit dem Auto geht. Ich brauchte für die 220 km 6 Tage und lief 36 Stunden reine Reitzeit.
 
Zum Schluss noch Allen einen herzlichen Dank für die unvergessliche Woche, insbesondere Susanne für die gute Rittführung, die uns Pferden sehr angenehm war und Elisabeth für den guten Service durch den ich Abends nicht lange warten musste.
 
Euer Sarino
 
Geschrieben von Günther Zehentbauer

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