Am 31.03.21 hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, das „Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW)” eröffnet. Das Bundeszentrum ist der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angegliedert. Beim Fachgespräch im Rahmen der Eröffnung mit Bundesministerin Julia Klöckner und BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden vertrat unsere Umweltreferentin Sonja Schütz die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD).

Zu dem Konzept des BZWW gehören

  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Bundesländern,
  • Aufbau eines externen Beratergremiums,
  • Förderung des Informations- und Meinungsaustausches zwischen den Akteuren durch geeignete zielgruppengerechte Formate,
  • Angebot von länderübergreifenden Schulungen und Weiterbildungen,
  • Forschung und Wissenstransfer,
  • Identifizierung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbedarf,
  • Präsentation erfolgreicher Praxisbeispiele,
  • Projektübersichten und Unterstützung des Wissenstransfers aus laufenden Projekten.

Seit 2017 haben wir gemeinsam mit anderen Verbänden von der Bundesregierung die Einrichtung eines bundesweit tätigen Herdenschutz-Kompetenz-Zentrums gefordert.  Deshalb befürwortet die VFD die Einrichtung des “Bundeszentrums Weidetiere und Wolf” als zentrales Kompetenzzentrums für Herdenschutz einschließlich Equidenschutz. Als Informations- und Beratungszentrum wird es allen rat- und hilfesuchenden Weidetierhaltenden zur Seite stehen. 

Die Mitglieder der VFD sind in besonderer Weise dem Tierschutz, dem Naturschutz und der Umwelt verpflichtet. Diesen Auftrag aus unserer Satzung nehmen wir sehr ernst. Die VFD als Fachverband arbeitet seit geraumer Zeit mit staatlichen Stellen des Wolfsmanagements und den Wolfszentren von Naturschutz-Organisationen zusammen (Wissensaustausch, gemeinsame Beratungen etc.). Wir können hierbei unsere pferdespezifischen Erfahrungen in der Weidetierhaltung einbringen. Zum Verhalten von Wölfen insbesondere gegenüber Equiden (Pferden, Eseln, Mulis) auf der Weide lernen wir dabei laufend dazu.

Nach Auffassung der VFD und der Verbändeplattform “Bündnis Weidetierhaltung und Wolf” kann fachlich korrekt ausgeführter Herdenschutz durch Zäune und Herdenschutzhunde Wolfsrisse weitgehend verhindern. 

In einer Pressemitteilung stellten die beteiligten Verbände bereits im Vorjahr fest: “Herdenschutz ist jedoch komplex: Da keine Region und keine Weide gleich ist, orientiert sich seine Ausgestaltung immer an den Gegebenheiten vor Ort. Der Erfahrungsaustausch ist in der Praxis dabei unverzichtbar. “

Für die konkrete Ausgestaltung des Zentrums hat das Bündnis ein Konzeptpapier entwickelt. Die darin genannten Eckpfeiler wie Forschung, offener Austausch, die Einbeziehung der betroffenen Gruppen sowie Schulungen und Qualifikation für Berater*innen der Bundesländer, an die sich Weidetierhalter*innen jeweils wenden können, sind weitgehend in das Konzept des Bundeszentrums aufgenommen worden.

 

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