Edition Octopus. Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat 2008. ISBN 978-3-86582-672-5
Man nehme ein Handvoll Autobesitzer, Fahrlehrer und Autohändler und notiere sich (Anonymität zugesichert) einfach mal deren schlechten Erfahrungen rund um Autos. Was dabei herauskommt, kann sich jeder denken.

Nach diesem „Rezept“ ist aber leider auch das Buch von Brigitte und Dieter Kübbeler gestrickt. Das von ihnen zusammengestellte Sammelsurium von jahrlangem Frust, schlechten Beispielen und pauschalen Generalabrechnungen mit ganzen Berufs- oder Menschengruppen rund ums Reiten und die Pferdehaltung findet man sonst nur in Klatschrunden und manchen (ebenfalls anonymen) Internetforen. Und dort sollte es meiner Meinung nach auch bleiben.

Es sind nicht nur die Ansammlungen schlechter und zum Teil haarsträubender Verhältnisse in Reit- und Pensionsstellen, die auf den knapp 200 Seiten abschreckend wirken, sondern auch die Sprache und das pauschale Auskeilen gegen jeweils andere Gruppen, die mit jeder „Geschichte“ peinlicher wirken. Schmied gegen Hufpfleger, Pferdewirtschaftsmeister gegen Amateurreitlehrer, Reiter gegen Reitlehrer, Tierärzte und Stallbetreiber, diese wiederum gegen ihre Kundschaft und Freizeitreiter oder reiche Pferdekäufer. Mal so richtig draufhauen eben. 

Kurzum, ein Buch zum Abgewöhnen. Das dann aber als Sachbuch zu propagieren, zeugt – mit Verlaub – von völlig fehlender Sachkunde. Zumal sich die Autoren am Ende nur im kurzen Nachwort auf den einzig sachlichen Tipp beschränken: Die Leser ihres Buches sollten Dinge, mit denen sie in ihrem Stall nicht zufrieden sein, mit anderen Einstellern besprechen.

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