Am 26. November haben sich 24 Reitwegebeauftragte und Mitglieder des Arbeitskreises GWT (Gelände-, Wanderreiten und Tourismus) zu einem Workshop in Duisburg getroffen.

Die Reitwegebeauftragten berichteten über die geplante neue Reitregelung in ihrem jeweiligen Kreis bzw. ihrer kreisfreien Stadt. Die Ergebnisse wurden auf zwei Karten visualisiert, sie unsere Mitglieder im internen Bereich einsehen können.

Im Ergebnis zeigte sich, dass unsere Hoffnungen in das neue Gesetz enttäuscht worden sind. Intention des Gesetzgebers war, dass es zu einer Vereinfachung und zu einer Liberalisierung kommt. Das haben leider nur wenige Unteren Naturschutzbehörden (UNB) verstanden. In den meisten Kreisen wird versucht, die bestehende Regelung in das neue Gesetz „hineinzupressen“. Dabei kommen teilweise sehr kreative Lösungen heraus.

Beispiele sind

  • „Freistellungsgebiet“, aber alle Wanderwege werden gesperrt
  • „Das Reiten wird in Waldgebiet XY, das in besonderem Maße zu Erholungszwecken genutzt wird, auf Reitwege beschränkt“, aber es gibt keine Reitwege (oder lediglich „Reitmöglichkeiten“, die von allen Erholungssuchenden gemeinsam genutzt werden)
  • „Das Führen wird im Wald nur auf ausgewiesenen Reitwegen erlaubt.“

 => Vereinfachung?

 

Erschreckend fanden wir, dass viele Kreise, die ehemals Freistellungsgebiet waren, zukünftig nur die normale gesetzliche Regelung umsetzen wollen. Wo vorher alle Waldwege beritten werden durften, werden zukünftig also nur die Waldwirtschaftswege erlaubt. Viele kleinere Wege werden damit verboten. Auch wenn wir zukünftig Wanderwege mitbenutzen dürfen, werden unsere Reitmöglichkeiten dadurch eingeschränkt.

=> Liberalisierung?

 

Natürlich haben wir auch positive Beispiele gefunden. So setzen einige Städte (u.a. Hamm, Gelsenkirchen und Münster) zukünftig die normale gesetzliche Regelung um. Wo vorher das Reiten im Wald nur auf ausgewiesenen Reitwegen erlaubt war, dürfen zukünftig auch alle Fahrwege im Wald beritten werden.

=> Liberalisierung und Vereinfachung!

 

 

Anschließend gab es eine rege Diskussion über unser weiteres Vorgehen. Erste Ergebnisse können unsere Mitglieder im internen Bereich lesen.

Wir werden uns weiter mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass das neue Reitrecht gesetzeskonform umgesetzt wird und ihr auf möglichst vielen Wegen reiten könnt.