Alle Pferdefreunde, die ihre Pferde in Eigenregie halten, stehen vor dem gleichen Problem: wohin mit dem Mist?

Der private Pferdehalter wird dabei in der Regel noch strenger behandelt, als der Landwirt.
Während in einigen Regionen Deutschlands - besonders dort, wo Massentierhaltung stattfindet- nach dem „Ausstallen“ oft riesige Mengen Stallmist auf den landwirtschaftlichen Flächen über Monate zwischengelagert werden dürfen, gelten solche „Privilegien“ für den privaten Pferdehalter mit den kleinen Mengen anfallenden Pferdemistes nicht. Dieser darf seinen Mist nur auf wasserundurchlässigen und neuerdings sogar überdachten Beton-Mistplatten lagern, bis ein freundlicher Landwirt ihn „entsorgt“.

Dabei ist der Pferdemist- sorgfältig kompostiert- ein wertvoller Rohstoff und auf die Pferdeweide verbracht ein idealer Bodenverbesserer und Pflanzenernährer. Auch im Gemüsegarten ist Pferdemist-Kompost willkommen.Foto Vanselow

Auch wenn wir leider wenig Einfluss nehmen können auf die behördlichen Vorschriften, möchten wir unbedingt aufzeigen, wie vielfältig unser Pferdemist ist, als Bodenverbesserer und sogar als Lebensraum. Vielleicht hilft dieser Artikel, Behörden zu überzeugen, dass die sachgerechte Kompostierung von Pferdemist zu Humus keine illegale Abfallentsorgung ist, sondern ein wertvoller Beitrag zu naturgemäßer Bewirtschaftung von Weideland und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt. Und nicht zuletzt auch ein wichtiger Beitrag, den Klimawandel zu beeinflussen. Humus ist nämlich ein Kohlenstoffspeicher! Durch Humusabbau und falsche (Kunst-) Düngung wird die CO2- Belastung hingegen gefördert.

Dr. Renate Vanselow, Co-Leiterin des VFD-Arbeitskreises Umwelt hat dem Pferdemist eine Artikelserie bei Artgerecht Tier gewidmet.

 

Foto Wahrenburg PferdeäppelIm ersten Kapitel geht es um Humus und die Bodenfruchtbarkeit. Was ist eigentlich „Boden“?

 

Lebensraum MistDer zweite Teil der Serie befasst sich mit der Frage, die eingangs schon gestellt wurde:
Ist Pferdemist ein wertvoller Dünger oder gefährlicher Sondermüll?

 

 

Teil 3 der Serie beschreibt die verschiedenen Formen der Mistlagerung. Intensiv beschäftigt sich Renate Vanselow mit den vielfältigen Methoden, Mist so zu lagern, dass daraus verrotteter, als Dünger verwendbarer Mist entsteht. Dabei werden auch die behördlichen Auflagen zur Sprache gebracht. Wer wissen möchte, was sich hinter „Edelmist“ verbirgt, der sollte sich diesen Artikel nicht entgehen lassen.

 

Teil 4 beschäftigt sich mit der Frage: Was passiert im Mist? Erwünschte und unerwünschte Vorgänge.  Misthaufen

 

Einstreu macht den Mist WahrenburgTeil 5 zeigt auf, welchen Einfluss die Einstreu hat

 

 

 

 

Teil 6 ist besonders umfangreich (I-III) und hat die giftigen Chemikalien zum Inhalt, die über Medikamente (Wurmkuren), Spritzmittel , Dünger oder auch durch Giftpflanzen im Mist landen. (6 I     6 II    6 III)

 

 

Der 7. und letzte Teil der Serie zeigt auf, dass auch die Fütterung durchaus Einfluss auf die Zusammensetzung des Mistes hat.

 

Wer sich durch die – zugegeben sehr umfangreichen- hochinteressanten Kapitel gelesen hat, stellt fest: Mist ist eben kein Abfall, sondern ein wertvoller Naturdünger, als Humus ein Kohlenstoff- Speicher und als Mist/Komposthaufen sogar Brutstätte und Lebensraum!

Larve im MistNashorn

 

Fotos:  Renate Vanselow, Wolfram Wahrenburg, Ute Schüler

 

 

 

 

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